Wenn du das hier auf dem Pushly-Blog liest, hast du wahrscheinlich schon eine eigene App, oder denkst ernsthaft darüber nach. Damit hast du etwas, das die meisten JTL oder Shopware Shops nicht haben. Ein Fundament, das Kunden hält.
Wir sehen jeden Tag JTL-Shops an ihren Google Ads arbeiten und mir begegnet dabei oft dasselbe Bild. Ein richtig gutes Retention-Setup, das aber viel zu wenig gefüttert wird. Die App hält Kunden hervorragend. Nur kommen oben zu wenig Neue rein.
Das ist schade, denn deine App ist nicht bloß ein Retention-Tool. Sie ist genau das, was Google Ads für dich überhaupt erst zu einem rentablen Kanal macht und zwar zu einem, bei dem du Vorteile hast, die ein Shop ohne App schlicht nicht haben kann. Schauen wir uns das im Detail an, denn genau hier liegt der eigentliche Hebel.
Ein Shop ohne App schaltet Anzeigen und zahlt pro Klick, je nach Branche zwischen 0,50€ und 2,00€. Natürlich ist nicht jeder Klick ein Kauf. Damit kann der echte Preis pro Neukunde schnell zwischen 25€ und 100€ liegen. Beim ersten Kauf sind die meisten Onlineshops einfach nicht rentabel.
Profitabel wird ein bezahlter Kanal meistens nur über Wiederkäufe. Genau hier liegt das Problem. Ein paar Wochen später braucht derselbe Kunde dein Produkt wieder und er sucht erneut nach einem passenden Anbieter. Im besten Fall findet dieser Kunde wieder den Shop, der dann ein zweites Mal für denselben Kunden zahlt. Im schlechtesten Fall steht oben die Anzeige eines Wettbewerbers und das Budget hat gerade einen Kunden für die Konkurrenz angewärmt.
Ein normaler mobiler Shop hat kein Gedächtnis. Tab zu, Kunde weg. Kein Icon, kein eingeloggter Account, kein Weg zurück außer über den nächsten bezahlten Klick. Aus diesem Grund ist es für viele Händler schwierig, Google Ads profitabel zu betreiben. Sie müssen denselben Kunden mehrfach einkaufen.
Bei dir landet ein Kunde über eine Anzeige im Shop, kauft und ist danach eben nicht weg. Dein Icon liegt auf seinem Homescreen, er bleibt eingeloggt, er bekommt deine Push-Nachricht im richtigen Moment. Der zweite, dritte, zehnte Kauf kostet dich keinen weiteren Werbeklick. Das verändert die Grundlage für Google Ads enorm.
Nehmen wir zwei Shops, die exakt dasselbe Produkt verkaufen. Durchschnittlicher Bestellwert 60 Euro, Marge nach Wareneinsatz grob 40 Prozent. Das sind rund 24 Euro Deckungsbeitrag pro Bestellung.
Shop A hat keine App. Ein gewonnener Kunde kauft im Schnitt einmal. Das absolute Maximum, das Shop A für die Gewinnung eines Kunden ausgeben kann, ohne Verlust zu machen, sind also diese 24 Euro. In der Praxis muss er deutlich darunter bleiben, sonst bleibt am Ende nichts hängen. Shop A ist auf den Wert des ersten Kaufs gedeckelt.
Shop B hat eine App. Ein Kunde, der sie installiert, kauft beispielsweise vier Mal. Das sind rund 96 Euro Deckungsbeitrag statt 24. Damit kann Shop B ein Mehrfaches von Shop A ausgeben, um den gleichen Kunden zu gewinnen.
Was bedeutet das in der Praxis? Wenn beide Shops auf dasselbe Suchwort und dieselbe Zielgruppe bieten, kann Shop B einfach mehr pro Klick zahlen. Shop B gewinnt also nicht nur diesen einen Kunden, sondern auch all jene, bei denen es im Bieterwettbewerb eng wird. Das ist einfach ein ganz anderes Businessmodell.
Es gibt noch einen Grund, warum dieser Vorteil bei Google Ads besonders durchschlägt und der hat mit der Funktionsweise des Systems zu tun.
Viele Google-Kampagnen steuern sich weitgehend automatisch, wenn du verstehst, wie sie aufgesetzt werden müssen in den verschiedenen Phasen.
Du gibst dem System ein Ziel vor, zum Beispiel „pro investiertem Euro will ich so und so viel Umsatz zurück" und der Algorithmus entscheidet dann in Echtzeit, für welche Suchanfrage und welchen Nutzer er bietet. Das Ergebnis ist immer nur so gut wie das Ziel, das du vorgibst.
Hier machen Shops ohne App einen Fehler, den sie gar nicht bemerken. Sie setzen dieses Ziel auf Basis des ersten Kaufs. Damit zwingen sie den Algorithmus, sich aus jeder Auktion zurückzuziehen, in welcher der Erstkauf nicht sofort profitabel aussieht und lassen massenhaft Kunden liegen, die sich eigentlich rechnen würden.
Mit einer App hast du die Möglichkeit, die Kunden erneut anzusprechen und deshalb kannst du dem System ein viel aggressiveres Ziel geben. Damit lässt du Google Ads besser nach Neukunden jagen, weil der erste Kauf für dich nur die Spitze des Werts ist. Das ist der Moment, in dem aus „Anzeigen, die sich knapp lohnen" ein Wachstumskanal wird, der wirklich skaliert.
Drei Dinge, die ich Shops mit eigener App empfehlen würde:
Setz auf die Kampagnentypen, die im E-Commerce wirklich arbeiten. Shopping und Performance Max zeigen deine Produkte direkt Leuten, die gerade kaufen wollen. Dein JTL-Produktdatenfeed ist der Treibstoff dafür. Je sauberer Titel, Bilder und Daten, desto besser läuft es.
Trau dich an die Aggressivität, die dein Fundament dir erlaubt. Während andere bei jedem Erstkauf zögern, kannst du Neukunden offensiv einkaufen, weil du weißt, dass die App sie hält.
Lass die Arbeit sauber aufteilen. Anzeigen sind für neue Kunden da. Das Zurückholen von Bestandskunden übernimmt deine Push-Nachricht. Kostenlos, statt sie über teures Retargeting ein zweites Mal zu kaufen. Jeder Euro, den du nicht ins Zurückkaufen steckst, ist ein Euro mehr für oben, für echtes Wachstum. App und Anzeigen ergänzen sich, statt sich zu überschneiden.
Klingt nach viel Arbeit und Expertise, die man benötigt? Von Hand ist es das auch. Kampagnen aufsetzen, Gebote justieren, laufend Negative Keywords nachpflegen, schlecht funktionierende Produkte ausschließen. Die gute Nachricht: Selbst machen musst du das heutzutage nicht mehr.
Wenn das Fundament steht und sich Anzeigen für dich besser rechnen als für fast jeden anderen, warum ziehen es dann so wenige Shops mit App konsequent durch?
Meistens aus einem sehr einfachen Grund. Google Ads fühlt sich an wie eine Blackbox. Man fasst es nicht an, weil man nicht versteht, was darin passiert. Oder man gibt es an eine Agentur ab und bekommt Monatsreports, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten und zahlt den Retainer trotzdem. So bleibt das beste Retention-Setup unterfüttert und der strukturelle Vorteil wird nicht wirklich genutzt.
Dabei musst du in der heutigen Zeit kein Performance Marketer sein. KI hat dieses Spiel enorm verändert. Du kannst mit den richtigen Tools die folgenden Fragen einfach beantworten. Welche Produkte und Kampagnen verdienen Geld? Wo geht Geld für Suchanfragen drauf, die nie zu einem Kauf führen? Und ist mein Ziel überhaupt richtig gesetzt für meine Zahlen. Sobald du diese Fragen beantwortet bekommst, ist es keine Blackbox mehr, sondern eine Glasbox. Ein System, das du proaktiv steuern kannst.
Genau dafür haben wir Cloudginny gebaut. Cloudginny ist der KI-Agent für Google Ads im E-Commerce. Eine KI, die deine Google- und Microsoft-Ads nicht nur erklärt, sondern auch steuert. Du kannst Ginny in normalem Deutsch fragen, was gerade passiert. Welches Produkt verbrennt das Budget? Wie kann ich noch mehr Umsatz mit Google Ads generieren? Wie kann ich meine Anzeigen optimieren? Du bekommst eine Antwort, die du verstehst und alle Änderungen werden für dich automatisch nach deiner Freigabe durchgeführt. Ohne das du jemals Google Ads öffnen musst.
Unser KI-Agent Ginny baut dir eine Shopping- oder Performance-Max-Kampagne auf, steuert Budgets, pflegt Negative Keywords ein und erledigt die ganze Handarbeit, die dich, Agenturen oder Freelancer Stunden pro Woche kostet. Das Wichtige dabei ist, dass Ginny nie eigenständig handelt. Bei jeder Änderung schlägt sie vor, prüft und fragt einmal nach, du bestätigst es und erst dann passiert es. Du behältst die Kontrolle, sie macht die Arbeit.
Das ist die Glasbox in der Praxis. Kein System, das du selbst bedienen musst, sondern eins, das dir die manuelle Arbeit abnimmt und tausende Euro pro Monat sparen kann in Arbeitszeit, Budget oder Agenturgebühren.
Die meisten Händler kämpfen jahrelang damit, Kunden überhaupt zu halten. Mit einer App und Cloudginny kannst du endlich profitabel skalieren. Genau dann lohnt sich Google Ads erst richtig.
Dieser Gastbeitrag stammt von Christian Beeking, Co-Founder von Cloudginny, einer KI, die Google & Microsoft Ads für JTL- und Shopware-Shops automatisiert steuert und dir in Klartext erklärt, was läuft. Damit aus der Google-Ads-Blackbox eine Glasbox wird, mit der du reden kannst.